Montag, 18. November 2019, 10:47
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Vereinigung der Haus-und Hobbybrauer  

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22.11.2019 - 23.11.2019
22.11.2019, 19:30 - 24.11.2019, 09:00
28.05.2020 - 08.06.2020

Haus- und Hobbybrauertage 2019 in Sehnde

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Teilnahme-Bedingungen und Biersorten-Beschreibung

Anbei findet ihr die Sortenbeschreibungen für die Wettbewerbsbiere der Haus- und Hobbybrauertage 2019, die in Sehnde stattfinden. Die analytischen Werte sollen euch im Brauprozess unterstützen. Bei der VHD-Verkostung haben sich die Wortbeschreibungen der Merkmale als Orientierungshilfe für die Verkoster bewährt.

Diesmal können folgende Biersorten eingereicht werden:

  • Helles Bockbier (untergärig)
  • Goslarer Gose (obergärig)
  • Deutscher Porter (obergärig)

Bevor wir zu den detaillierten Beschreibungen der Biersorten kommen, möchten wir noch einmal auf die Teilnahmebedingungen hinweisen.

Denkt bitte daran: die obligatorisch mit den Bieren abzugebenden Brauprotokolle sollen es anderen Haus- und Hobbybrauern ermöglichen, die Biere nach zu brauen (siehe auch Teilnahmebedingungen unten).

Bei diesen HHBT besteht übrigens die Möglichkeit, eure Brau-Protokolle zusätzlich zur weiterhin obligatorischen Schriftform auch in digitaler Form ideal als Word-Datei – z. B. über einen USB-Stick – abzugeben.

Mit dem Thema „Zoll“ – explizit der Versteuerung von Wettbewerbsbieren - haben wir uns in diesem Jahr auch wieder auseinandergesetzt. Wir konnten mit der Generalzolldirektion und dem Hauptzollamt Hannover folgende Verfahrensweise aushandeln:

Mit der Anmeldung (siehe enthaltene Teilnehmer-Erklärung und Vollmacht) zu den Haus- und Hobbybrauertagen teilt ihr uns im Falle einer geplanten Biereinreichung euer zuständiges Hauptzollamt mit. Ebenso erteilt ihr dem VHD mit dieser Anmeldung die Erlaubnis, dem Hauptzollamt Hannover vor der Veranstaltung euren Namen sowie das für euch zuständige Hauptzollamt mitzuteilen. Wir rechnen noch vor der Veranstaltung die anfallenden Steuern für die Verkostungsbiere mit dem HZA Hannover ab und begleichen die Steuerlast umgehend. Durch diese Vorgehensweise ersparen wir unseren Mitgliedern den Aufwand, den die einzelnen Steueranmeldungen mit sich bringen würden. Um dies so erfüllen zu können, müsst ihr uns auch die damit verbundene Vollmacht erteilen (siehe enthaltene Teilnehmer-Erklärung und Vollmacht in der Anmeldung).

Wir wünschen euch viel Spaß beim Brauen und Verkosten!

Der Vorstand und das Organisationsteam

 

Sortenbeschreibungen für die Wettbewerbsbiere

 

Kategorie 1: Helles Bockbier (untergärig)

Info:

Der Ursprung des hellen Bockbieres liegt in Niedersachsen, genau gesagt in Einbeck. Dort wurde im 16. Jahrhundert bereits Bockbier gebraut. Aufgrund der Beliebtheit dieses Starkbieres in Bayern wurde dort später auch begonnen Bockbier zu brauen. Für den Wettbewerb haben wir uns für einen schlanken, hellen Bock entschieden, um die Vergleichbarkeit der Biere zu gewährleisten.

In Deutschland sind für Bockbiere mindestens 16°Plato als Stammwürzegehalt vorgeschrieben.

Analytik:

Hefeart:                                                     untergärig

Stammwürze:                                            16,0 bis 17,0 %mas

Scheinbarer Restextraktgehalt:                 3,00 bis 4,75 %mas

Alkoholgehalt:                                            6,0 bis 7,4 %vol

Farbe:                                                         10 bis 25 EBC

CO2-Gehalt:                                                4,2 bis 4,7 g/L

Hopfenbittere:                                              25 bis 35 IBU

Beschreibung:

Sorte: Helles Bockbier ist ein Starkbier. Das Bier ist schlank und ähnelt einem würziges Export. Das helle Bockbier lebt von der Balance zwischen Malzigkeit, Vollmundigkeit und Hopfigkeit.

Geruch: Eine ausgewogene Mischung von Malzaroma sowie edlen Hopfenaromen zeichnen das helle Bockbier aus. Fruchtester- und Diacetylaroma sind nicht erwünscht.

Geschmack: Ein helles Bockbier besticht durch einen ausgeprägten, vollen Körper, der nicht aufdringlich ist.  Als Gegenspieler zur Malzsüße dient eine latente Hopfenaromatik, die aber nicht in den Vordergrund treten darf.

Vollmundigkeit: Helles Bockbier ist ein vollmundiges, ausgewogenes Bier.

Rezenz: gering bis mäßig carbonisiert

Schaum: Haltbare weiße Schaumkrone, feinporig

Beispielbiere:

  • Einbecker Maibock
  • Andechser Bergbock
  • Augustiner Heller Bock

 

 

Kategorie 2: Goslarer Gose (obergärig) 

Info:

Die Goslarer Gose hat ihren Namen von einem Fluss, der Gose, die in Goslar am Westrand in die Abzucht mündet. Das Flusswasser wurde früher zum Brauen verwendet. Dem Bier werden Koriandersamen sowie Salz zugesetzt. Der Einsatz von Milchsäurebakterien oder Sauermalz fördert die gewünschte säuerliche Note. Die Gose ist ein regionales Spezialbier.

Analytik:

Hefeart:                                                obergärig, auch Weizenhefe

Stammwürze:                                       11,5 bis 12,5 %mas

Scheinbarer Restextraktgehalt:            2,5 bis 3,0 %mas

Alkoholgehalt:                                       4,5 bis 4,8 %vol

Farbe:                                                    10 bis 15 EBC

CO2-Gehalt:                                           6,0 bis 6,5 g/L

Hopfenbittere:                                         10 bis 13 IBU

Beschreibung:

Sorte: Eine spritzige, helle Weizenbierspezialität mit Zusatz von Koriandersamen und Salz.

Geruch: Dezent säuerlich, mit leicht fruchtigen Aromen, auch kräuterartig vom Koriander.

Geschmack: Die Goslarer Gose hat einen Salinen-Geschmack gepaart mit einer säuerlichen Note. Koriander und Zitrusfrucht im Einklang mit typischen Weizenbiernoten sind gewünscht. Die Hopfenbittere muß dezent im Hintergrund bleiben.

Vollmundigkeit: Mittlerer, weicher Körper. Aufgrund der Säure und dem hohen CO2-Gehalt trocken im Abgang.

Rezenz: ausgeprägt und spritzig

Schaum: schneeweiß, sehr stabil, auch grobporig

Beispielbiere:

  • Ritterguts Gose, Leipzig
  • Helle Gose, Brauhaus Goslar
  • Elbe Gose, Kehrwieder Kreativbrauerei Hamburg

 

Kategorie 3: Deutscher Porter (obergärig)

Info:

Das Deutsche Porter ist eine sehr dunkle, obergärige Biersorte. Es kam als Nachahmung des damals auf den Britischen Inseln sehr populären „London Porter“ um 1900 auf den Markt. Durch einen nicht zu hohen Vergärungsgrad behält es eine Restsüße, die dem Bier seinen Charakter verleiht.

Analytik:

Hefeart:                          obergärig

Stammwürze:                 14,0 bis 16,0 %mas

Restextraktgehalt:          3,8 bis 4,2 %mas

Alkoholgehalt:                 5,4 bis 5,8 %vol

Farbe:                              80 bis 90 EBC

CO2-Gehalt:                    4,5 bis 5,5 g/L

Hopfenbittere:                 30 bis 35 IBU

 

Beschreibung:

Sorte: Dunkles Ale mit ausgewogenem Verhältnis von Restsüße zu Bittere.

Geruch: Malzaromatisch mit milder Röstigkeit. Ein ganz mildes  Hopfenaroma kann vorhanden sein.

Geschmack: Das Deutsche Porter weist einen Malzgeschmack mit milder bis mäßiger Röstigkeit und leichten Schokoladennoten vor .Die Röstigkeit darf nicht kratzig sein. Die mittlere Hopfenbittere muss in Balance  mit der Malzigkeit stehen. Diacetyl-Geschmack ist nicht gewünscht, Fruchtester dürfen minimal vorkommen.

Vollmundigkeit: mäßiger, ausgewogener Körper

Rezenz: gering bis mittelmäßig

Schaum: feine, weiße bis hell bräunliche Schaumkrone mit guter Haltbarkeit

Beispielbiere:

  • Lausitzer Porter, Bergquell Brauerei Löbau
  • Bremer Porter, Union Brauerei Bremen
12.10.2018, 15:10 von Daniel | 41953 Aufrufe
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