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Vereinigung der Haus-und Hobbybrauer  

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28.05.2020 - 08.06.2020

HHBT 2012

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Kurzportait der "Kommunbrauer Neuhaus e.V."

Wer sind die “Echten Kommunbrauer“ der Oberpfalz?

 

Die Zoigl-Brauer aus Eslarn (1), Falkenberg (1), Mitterteich (3), Windischeschenbach (10) und Neuhaus (5). In diesen Orten wird seit dem 14. bzw. 15. Jahrhundert durch alle Höhen und Tiefen der Zeit, Zoiglbier in einem Kommunbrauhaus gebraut und zwar als Produkt einer Gemeinschaft brauender Bürger. Diese Bürgervereinigung unterhält gemeinsam ein Brauhaus und ist aus der Geschichte heraus durch ein von dem damaligen Landesherrn verliehenes Brau- und Schankrecht dazu legitimiert.

 

Wie sie alle wissen, wird in den letzten Jahren unser Zoigl verstärkt  kopiert und in „Zoiglstuben“ aller Art ausgeschenkt, die teils - nichts mehr mit der ursprünglichen Idee des Zoiglbieres zu tun haben.

 

Bei allem Respekt vor der unternehmerischen Initiative selbsternannter Zoiglwirtschaften wollen wir unsere Ursprünglichkeit und Tradition durch ein gemeinsames Markenzeichen betonen. Dieses so genannte „Zoigllogo“ ist neben seiner Funktion als Aushängeschild für uns „Echte Kommunbrauer und Zoiglwirte“ auch ein selbst auferlegtes Qualitätssiegel.

 

Auflage für das Zoigllogo ist:

Der Zoigl muss nach althergebrachter Weise im Kommunbrauhaus gebraut worden sein und das Anwesen/Zoiglstube/Gaststätte, wo der Zoigl ausgeschenkt wird, muss sich im Ort des Kommunbrauhauses befinden.

 

Der Besucher unserer Häuser darf versichert sein, dass hier:

Gute Qualität, gute Brotzeiten, gute Atmosphäre und gute Unterhaltung, zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis groß geschrieben werden.

 

Am Zoigl sitzt man in gemütlicher Atmosphäre zusammen. Jung und alt, Unternehmer und Arbeiter, sogar die Politik findet hier neutralen Boden.

 

Der echte Zoigl (auch Kommunbier genannt) ist ein untergäriges, ungefiltertes Bier, das in Kommunbrauhäusern (noch mit Holzfeuerung), nach dem Bayrischen Reinheitsgebot hergestellt wird. Verwendet wird hierzu nur der beste Hopfen, Malz, Wasser und Hefe. Ausgeschenkt wird er dann ungefiltert, direkt vom Lagertank.

 

Bedingt durch die Holzfeuerung, das offene Kühlschiff, die Hopfenzugabe, die Lagerzeit und die eigene Rezeptur, wird ein echter Zoigl auch immer etwas anders schmecken.

 

Neuhauser Kommunbrauwesen

 

Neuhaus hat das Kommunbraurecht im Jahre 1415 bekommen. Eine Urkunde hierzu gibt es leider nicht. Das Privileg des Brauens resultierte aus der Markterhebung  vom 13.12.1415 durch den Landgrafen Johann IV. von Leuchtenberg, der den Neuhausern dieselben Freiheiten zusprach, wie der Stadt Pleystein.

Die Felsenkeller in Neuhaus entstanden zur selben Zeit, nur um des guten Bieres willen. Das erste Brauhaus mit Malztenne stand in der Burgstraße 7 auf dem Anwesen des Ruppert Beer.

1876 wurde dann in der Wurzer Straße das jetzige Brauhaus mit Malztenne, zu einem Preis von 14 000,- DM gebaut.

Vom großen Brand am 18.07.1887 blieb das Neuhauser Kommunbrauhaus verschont.

Nach dem Einbau einer gebrauchten Sudpfanne  und eines Maischbottichs wurde das generalüberholte Brauhaus 1993 wieder eingeweiht. 2003 erfolgte noch der Austausch des alten Kühlschiffes und 2004 die Sanierung des Kamins. 2005 wurde das Brauhaus an die Kanalisation angeschlossen sowie eine Toilette eingebaut.

Nach einem Kataster von 1865 hatte Neuhaus 27 Brauberechtigte. 17 Kommunbrauer brauten und schenkten auch aus.

 

Die Zahl der Brauberechtigten beträgt z. Z. (2011) 25, die alle eigentumsberechtigt dem Brauhaus gegenüber sind.

Der Ausschank in Zoiglstuben erfolgt derzeit beim/am:

Schoilmichl

Käck`n (am 05.05.2003-30 Jahre Braumeister)

Baaler

Teicher

Schafferhof

05.10.2011, 15:55 von VHD-Vorstand | 42940 Aufrufe
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