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Brauaktivität der Yeast-Braugruppe

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Brauaktivität der Yeast-Braugruppe

YEAST Brau Wochenende
Incoming Staff Juni 2018

Historische Biere, gebraut zwischen historischen Mauern

Am Samstag, 23. Juni, trafen sich 20 Brauer um ihrer Leidenschaft zu frönen.

Auf Schloss Fronberg wurden drei Spezialbiere nach altem Rezept gebraut. In kleinen Sudanlagen wurden nicht nur ein deutsches, sondern auch ein schwedisches und ein schottisches Bier im Hobbymaßstab eingebraut. Es handelte sich um das altdeutsche Bier Broyhan, das schottische Braggot und das schwedische Gotlandsdricka.

Alle Brauer verbindet ein von der EU gefördertes Erasmus+ Programm: YEAST heißt dieses Projekt, das von der Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer in Deutschland e.V.  durchgeführt wird.

Durch das Projekt können Brauer und Mälzer, die in der Ausbildung stehen, sowie junge Gesellen und deren Ausbilder, Praktika unterschiedlicher Zeitdauer in Brauereien in Schweden und Schottland durchführen. Im Gegenzug können Brauexperten aus diesen Ländern zu uns reisen, um z.B. über die Möglichkeiten des Bierbrauens jenseits des Reinheitsgebotes zu informieren.

In Schloss Fronberg erhielten die deutschen Projektteilnehmer sachkundige Unterstützung durch zwei Vertreter des schottischen Partners Scottish Craft Brewers aus Edinburgh.

Im Laufe des Abends gesellten sich zahlreiche  Gäste zu den Projektteilnehmern.

Besonderes Interesse am Bierbrauen und dem YEAST Projekt zeigten Künstler aus den Vereinigten Staaten, die sich in Fronberg aufhielten und dort im Kulturhaus ihre Werke ausstellten. Dem regen Austausch, nicht nur zum Thema Bier, konnten auch die vereinzelten Regentropfen keinen Abbruch tun. Als hätte der schwedische Partner, die Vereinigung der schwedischen Kleinbrauer geahnt, wie das Fußballspiel Deutschland – Schweden ausgehen würde; nahm leider in diesem Jahr kein Vertreter der schwedischen Organisation teil.. Das nächste YEAST Brauwochenende findet 2019 wieder auf Schloss Fronberg statt; dann hoffentlich auch mit schwedischen Gästen, wenn es wieder heißt:

Für unsere schottischen Gäste ging es nach dem Brauwochenende weiter nach Karlstadt. Mit den 11. Klassen der Auszubildenden für  Brauer und Mälzer an der Berufsschule Main-Spessart waren zwei weitere Brautage angesetzt.

Zuvor waren aber am Montag andere Themen angesagt. Vormittags stand ein Besuch der Büttnerei Assmann in Eußenheim auf dem Programm.

Herr Andreas Assmann  nahm sich die Zeit und erklärte ausführlich die Herstellung der Fässer. Bierfässer werden in der Büttnerei allerdings nicht hergestellt, sondern in erster Linie Weinfässer und Fässer für Spirituosen. Im letzten Punkt gab es dann wieder ein direkte Verbindung zu unseren schottischen Gästen; man denke nur an Whisky.

Nachmittags führte Herr Robert Emsden in bekannt typischer, begeisternder Art durch das mittelalterliche Karlstadt.

Anschließend stand ein Besuch in den Klassen der Berufsschule auf dem Programm.

Den Abend füllte das Dorffest in Halsbach aus – natürlich mit einen Besuch bei der Goikel-Bräu.

Dienstag war wieder Brautag: Unsere Auszubildenden bereiteten sich auf ihren Gesellensud vor. Dazu nutzten sie die projekteigene 50L Sudanlage. Unsere Gäste konnten sich mit der Funktion der einzelnen Anlageteile vertraut machen. Zwischendurch gaben Sean Wood (Betreiber einer eigenen Gasthausbrauerei in Prestonpans/Edinburgh) und Norrie Pedersen (pensionierter Mathematiklehrer sowie Hobbybrauer aus Leidenschaft - und das seit Jahrzehnten) Einblicke in das schottische Schulwesen, der Brautradition und den Sorgen bezüglich des Brexits.

Dazu kamen sie in die beiden Klassen für Kraftfahrzeug-mechatroniker sowie natürlich in beide Brauerklassen.

Einige Schüler der 11. Klassen waren im Rahmen von YEAST bereits in Edinburgh. So trafen sich am Abend teilweise „alte“ Bekannte, um bei dem einen oder anderen Glas Bier ihre Erlebnisse auszutauschen.

Der Mittwoch stand im Zeichen von „Karlstadt Heavy“. Unter der Anleitung von Sean wurde ein schottisches Bier eingebraut. Immer wieder gesellten sich interessierte Schüler aus allen Abteilungen der Berufsschule rund um die Brauanlage, um gespannt den Berichten von Sean und Norrie zu lauschen. Nicht nur über „Wie funktioniert hier was?“, sondern auch „Wie lange dauert's dann, bis ich das Bier endliche trinken kann?“, stellten die Schüler viele Fragen, die von den beiden Schotten geduldig und kompetent beantwortet wurden.

Den Abend verbrachten die Gäste in Würzburg. Unsere Kollegin Edda Thomas lud zu ihrem monatlichen Treffen englischsprachiger Würzburger ein. Im Biergarten am Main, bei toller Sicht auf die Festung, wurden kulturelle Aspekte genauso intensiv diskutiert wie politische Themen.

Mit dem Donnerstag endet der offizielle Programmteil. An diesem Tag ist normalerweise die Rückreise angesagt. Unsere beiden Schotten wollten natürlich noch nach Bamberg fahren. So bleibt der eine noch bis Samstag der andere noch bis Sonntag in der Bierhauptstadt. Dort werden sie unter anderem unseren langjährigen Freund und immer wieder für das YEAST Projekt aktiven Andreas Gänstaller in seiner Brauerei besuchen.

Mit Robert Pawelczak, haben die beiden auch einen fachkundigen Führer für Bamberg; schließlich wohnt Herr Pawelczak hier.

Wir bedanken uns sehr herzlich für den Besuch, es hat uns außerordentlich gefreut, unsere Gäste begrüßen zu können. Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

Prost -  Cheers  -  Slàinte mhath

Quelle: Yeast-Braugruppe und Berufschule Main Spessart - Originalbericht übernommen

 

 

18.11.2018, 11:26 von VHD-Vorstand | 689 Aufrufe
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